Sonntag, 24. Februar 2019

Becks letzter Sommer. Mein erster Benedict Wells

Becks letzter Sommer - von Benedict Wells

Eigentlich wollte ich Benedict Wells nicht mögen. Und seine Bücher schon gleich gar nicht. Und vor allem wollte ich mich nicht beschäftigen müssen mit diesem Typen und dem seltsam gefaked klingenden Namen. 
So, jetzt ist es also doch passiert. Erst behaupteten alle Autoren die ich schätze, dass sie diesen Benedict Wells ihrerseits sehr schätzen. Dann stellt sich heraus, dass dieser Benedict Wells kein sechzigjähriger Brite ist, sondern ein gebürtiger Münchner. Und in meinem Alter. Sogar jünger. Und zu allem Überfluss beschreibt sich dieser Wells in seinem Blog so sympathisch und spricht mir derart aus dem Herzen, dass ich mich genötigt sah, doch mal eines seiner Bücher zu lesen.
Hey, ich habe zu meinem 20. Geburtstag einen Roman eines John Irving geschenkt bekommen und war seitdem hin und weg und begeistert, dass Romane derart mitreißend geschrieben sein können. Dieser Wells behauptet dasselbe von sich.
Während der eine Zwanzigjährige Fachabi machte, Zeit beim Zivildienst vertändelte und eine Karriere als Beamter einschlug, weil er es sich nicht zutraute, Schriftsteller zu werden, setzte der andere zeitgleich alles auf eine Karte. Schrieb ein, zwei Romane ohne von den Verlagen bemerkt zu werden. Er pokerte hoch und gewann: Diogenes Verlag. Der Irving Verlag. Wow, was für eine Story, was für ein Märchen! Es fehlt nur noch, dass dieser Wells in Wirklichkeit ein verzauberter Prinz oder ein Adeliger ist, der sich gegen seine schreibende Verwandtschaft ohne den Namens-Bonus durchzusetzen versuchte.
Wells, der erste Versuch, also der Roman über diesen Beck. Nach zwanzig Seiten war ich enttäuscht. Beck nervte mich. Die Geschichte fand ich trivial und eher so semi geschrieben. Gott sei gedankt! Benedict Wells ist nur ein Mensch und nur ein mittelprächtiger Autor!
Monate später kramte ich aus reiner Langeweile, und weil der Wells-Hype auf Instagram und unter den Autorenkollegen ungehemmt weiter ging, den Beck noch einmal hervor.
Als ich mich an den Sound gewöhnt und mich auf die Story eingelassen hatte, erwischte  dieser Scheiß Sog, dem alle Wells-Fans so verfallen waren, also doch. Schlimmer noch: Dieses verdammte Buch war genau so geschrieben, wie ich mir immer ein Buch gewünscht hatte. Es wird getrunken, geliebt, die Leute tragen Bayern-Shirts. Yes, that's the real shit! War ich selber nicht einmal angetreten, um so zu schreiben? Und dieser blöde Benedict Wells hatte es einfach getan! Ein deutscher Irving? Ein junger Irving? Von wann war denn das Buch? 2008. Verdammt, gebt mir eine Zeitmaschine und lasst es mich damals lesen!
Auch die Entstehungsgeschichte ist zu verrückt um wahr zu sein: 1500 Seiten das Original. Auf weniger als ein Drittel zusammengestrichen. Fast genial die Einschübe des Erzählers, einen Schriftsteller namens Ben. Wie vermutlich an die hundert Seiten Abenteuer in Istanbul auf eine Seite Email-Erzählung eingedampft werden...
Mit dem Wissen, dass Benedict Wells noch keine 25 Jahre alt war, als er dieses muntere Stück gezimmert hat, habe ich mehrfach aufgejubelt, vor allem in der zweiten Hälfte, der B-Seite des Buches. 
Ich war wahrhaftig ein Spinner, dass ich Benedict Wells so lange ignoriert habe. Mit einem mulmigen Gefühl stellte ich auf der Suche nach dem Buch, das ich als nächstes Lesen wolle fest, dass noch ein Wells in meinem Bücherschrank lag. Anscheinend hatte ich den einst auf Vorrat eingekauft. Ein Buch, das in den USA spielt. War ich nicht selber auch lange dort? Und - tja - schon nach wenigen Seiten ist festzustellen, dass Wells nun nicht mehr zwei Seiten benötigt, um die heftigsten Emotionen darzustellen, sondern nur noch zwei Sätze. Ich fürchte, ich werde nun alle Bücher von ihm lesen müssen.

Samstag, 26. Januar 2019

25 Jahre Schriftsteller - Eine Danksagung

Bernhard Straßer bedankt sich bei allen Mentoren und Helfern auf seinem Weg zum Schriftsteller

Schriftsteller zu sein ist eine dieser Tätigkeiten, die man ohne ein großes Netzwerk aus Förderern, Gönnern und Sponsoren nie ausüben kann. Jemand muss einem Schreiben beibringen, die nötige Kreativität und Fantasie sollte ohnehin vorhanden sein, schließlich braucht man jemanden der hilft, "gut" zu schreiben. Später bleibt man ohne helfende Kreise, die einem Lesungen, Zeitungserwähnungen und Publicity verschaffen, ewig ein Schreiber für die Schublade. Und ja, irgendwann geht es auch darum, dass die tausende von Stunden, die man in ein Hobby gesteckt hat, vielleicht auch monetär vergütet werden. 
Ohne Euch wären diese Bücher nicht möglich gewesen.
Ich möchte mein 25-jähriges Schreib-Jubiläum nutzen, um mich bei allen bedanken, die mich auf meinem Autoren-Weg bisher begleitet haben. Dabei ist eine ziemlich lange Liste entstanden von allen, die mir auf die eine oder andere Weise außergewöhnlich unterstützt haben und bei denen ich mich ausdrücklich bedanken möchte:
Natürlich beginnend bei meinen Eltern, der Büchereileiterin und dem Viel-Leser, die mich in einem Haushalt voller Bücher aufwachsen ließen.
Frau Scharbert, die mir das Schreiben beigebracht hat. 
Frau Aichhammer (3. Klasse), Frau Götz (7. Klasse) und Frau Räder (11. Klasse), die (einzigen) Deutschlehrer, die mein Talent gefördert haben und mich stets für meine Erlebnisaufsätze lobten. 
Rudi Niedergünzl und Gerhard Feil, meine ersten Sponsoren. Zudem den Verantwortlichen beim SV Kirchanschöring die mich als 17-jährigen (!) die Sportberichte über die 1. Fußballmannschaft schreiben ließen.
Herr Standl, der mir unerfahrenen Teenager eine ganzseitige Kolumne in der Laufener / Oberndorfer Zeitschrift "Salzachbrücke" anvertraute.
Meine Tante Sally Straßer, die mich für ein Jahr in den USA aufnahm und mich bei jeder noch so großen Träumerei unterstützte.
Buzzy Welch, der mir half, ein erstes Mal in einer Literaturzeitschrift in den USA veröffentlicht zu werden. 
Eric Woodard, der mich in die Redaktion der LC Newspaper aufnahm und (fast) alle meiner wilden Stories abruckte.
Wolfgang Schweiger, ohne dessen vhs Kurs in Traunstein die Chiemgau Autoren nie zusammengefunden hätten. 
Arwed Vogel, der mir in der Literarischen Sommerakademie Schrobenhausen endlich die Tür in die Welt der Schriftsteller öffnete. Durch ihn lernte ich nicht nur Ursula Krechel und Norbert Niemann und viele weitere Autoren kennen, sondern auch das literarische Schreiben. 
Lena und Ronja die mich zum "Jung und Willig" Festival einluden und mir zu meinem ersten Bühnenauftritt nach zehn Jahren Leerlauf verhalfen.
Michael Inneberger, der unermüdlich die Bildung eines Autorennetzwerks in Traunstein vorantrieb und mir meine ersten, zudem auch noch sehr gut vergüteten Lesungen vermittelte. 
Christa Fuchs, die mir das Studio 16 zu meiner ersten abendfüllenden Lesung in Traunstein zur Verfügung stellte. 
Simone Hauer und Andi Wallner, die meine Musiker auf den ersten Lesungen waren.
Anja Gosch für ihr sensationelles Lektorat der ersten Kapitel der "Kleinstadtrebellen". 
Maxi Niedergünzl, der mir das Cover der Kleinstadtrebellen erstellte (und der folgenden Bücher auch)
Stefan Brunner, der über meine ersten Veröffentlichungen wundervoll feinfühlige und literarisch begreifende Buchbesprechungen für die lokale Presse geschrieben hat.
Christian Doermer, der mich zu seiner Literatur-Radiosendung mit den Chiemgau Autoren einlud.
Christian Hussmann, Anton Bernauer und das Landratsamt Traunstein die so viele Projekte der Chiemgau Autoren (und damit auch mich) finanziell förderten.
Ein weiterer unfassbarer Netzwerker ohne den im Chiemgau kulturell kaum was geht, ist Andreas Auer. Bei ihm hatte ich zwei meiner Buch-Premieren, er vertreibt alle meine Bücher, hat mich an die Muh vermittelt, hat mir Nennungen im bayerischen Radio beschert und mich Achim Bogdahn empfohlen. Mehr Hilfe geht nicht.
Der Hudlhub-Autor und Schrobenhausener Zeitungsredakteur Matthias Petry hat mich freundlicherweise nicht nur über die Kleinstadtrebellen interviewed, sondern gleich auf die Titelseite gesetzt und mir eine Lesung beim Kunstverein vermittelt. Wow!
Ein großer Dank geht natürlich an den Verein der Chiemgau Autoren e.V., allen voran Michael Inneberger und Meike K. Fehrmann, die sich bei der Organisation des "Text und Ton" und beim Erstellen der Literaturzeitung "Lizzy" ein Bein ausgerissen haben. 
Meine Ghost-Lektorin heißt Rebel und hat still und heimlich meine Autorenkarriere von Thüringen aus gesteuert. Sie war die perfekte Tür-Öffnerin auf der Buchmesse in Leipzig und hat für das finale Lektorat meiner Romane gesorgt.
Eine Wahnsinns-Wertschätzung war auch, dass Veronika Hümmer von der Privatschule Kalscheuer ihre 11. Klasse die "Kleinstadtrebellen" als Schullektüre lesen ließ und mich als Autor an die Schule einlud.
Die fantastischste Autorin mit Chiemgau-Bezug, Ronja von Rönne, hat mir den einen und anderen Einblick in die von mir so sehr verehrte Berliner Autorenwelt gezeigt. Allein zu wissen, dass Cornelius Reiber meinen Namen kennt und ich mit Tilman Rammstedt Bier trinken war und am nächsten Tag unfassbaren Kater hatte, war unbezahlbar.
Lisa Springer liebt das Netzwerken und öffnete mir so manch schwere Eichentür. Plötzlich saß ich mit den bekanntesten Künstlern des Chiemgau und dem Traunsteiner Bürgermeister zusammen in einer Podiumsdiskussion. 
Auch meine Heimat-Bücherei hat sich zwanzig Jahre später daran erinnert, dass es da einen Autoren aus Anschöring gibt und mich zur Lesung eingeladen. Seitdem sogar schon zwei Mal. Unter anderem zur 100-Jahr Feier. Das hat mich dann doch sehr bewegt.
Irgendwann kam eine Mail einer "Janina Hügel" die mein Buch wollte. Ich dachte an eine Spam-Mail. Aber es gab Janina Hügel wirklich. Und sie brachte einen viel beachteten Artikel in der "Hallo Nachbar" und setzte mich später sogar aufs "Rote Bankerl". Die Resonanz auf ihre Artikel war stets gewaltig und ich konnte mir keine bessere Werbung erträumen.
Auch im Kindergarten meiner Kinder hatte ich eine gigantische Unterstützung. Susanne Schwarz und Verena Schwarzkopf organisierten Lesungen für mich, zwangen das gesamte Team, meine Bücher zu lesen und warben für mich, wann immer es sich irgendwo ergab.
Ingemar und Flo vom Kleidungsladen.de haben mir ihren Laden nicht nur für eine Lesung zur Verfügung gestellt, sondern sie verkaufen auch noch jede Menge meiner Bücher. Keine Ahnung, wie sie das machen. 
Ein wenig muss ich mich auch bei Antenne Bayern bedanken. Auch wenn sie mich nur wegen der Finstermann-Geschichte interviewten, haben sie doch tausende Hörer auf meine Homepage gelockt...
Ja, hier fehlt noch jemand. Ach ja, meine Frau Nicole Straßer. Ganz explizit der Dank für die Organisation der Traunsteiner Lesweisung. Einem der spannendsten Projekte in der Jugendgerichtshilfe.
Zuletzt bekomme ich von vielen vielen Seiten Unterstützung. Ruth Ferrari beispielsweise stellt immer wieder Kontakt zur FOS her, Stefan "Firnwald" Aigner hat mir geholfen, das Layout der Homepage zu überarbeiten und hat ohnehin immer gute Tipps. Kristina Pöschl vom Lichtung-Verlag hat mir zur Veröffentlichung eines Textes im "Lichtung-Lesebuch Berge" verholfen. (Meinem ersten Buch, das in der Süddeutschen besprochen wurde) Franz Aicher hat gleich eine ganze Lesereihe  auf dem Knallerhof organisiert. Sieglinde Gaugler machte mich kurzerhand zum "vhs Dozenten" und ließ mich zusammen mit Zwoa Bier auftreten. 
Und dann gibt es noch einige geniale Autoren die mir im Hintergrund helfen, dass auch meine Schreibe nach und besser wird. Viele Grüße an dieser Stelle an Matthias Tonon und Fabian Bader!







Mit Stella und Takis Würger im Club

Die Literaturdiskussion des Jahres


Es wurde bereits alles über Stella gesagt. Aber noch nicht von allen. Deshalb schließe ich mich Deutschlands beliebtester Literaturkontroverse an  und habe mir etwas Aberwitziges vorgenommen: Das Unkritiserbare zu kritisieren.
Takis Würger's Romandebüt "Der Club" war in Literaturkreisen junger Leser eine kleine Sensation. Der sympathische Spiegel-Redakteur war folglich auch Jo Pendle aufgefallen, der seit jeher bemüht ist, seinen Hanser Verlag jünger und weiblicher zu gestalten. Da Takis Würger auch in der Buchbloggerinnen Szene beliebt ist, erfüllt er irgendwie sogar beide Merkmale. Ach ja, schreiben kann er auch noch verdammt gut. Nun ja, dass Spiegel-Redakteure begnadete Prosa schreiben, hat sich inzwischen rumgesprochen.
Takis Würgers Hanser-Roman "Stella" ist schon kurz nach seinem Erscheinen legendär. Aber anders, als es sich die Beteiligten gewünscht haben. Die Geschichte über die jüdische Greiferin Stella Goldstein hat eine hitzige, aberwitzige und extrem laute Literaturdebatte ausgelöst. Selten ist ein Roman in den gängigen Feuilletons derart verrissen worden wie Stella. Gleichzeitig formiert sich im Internet die Gegenfraktion. Ein Bestseller ist Stella sowieso und rein optisch ist Hanser unbestreitbar ein bemerkenswert schönes Buch gelungen. Aber mich interessiert nur der Inhalt. Was ist schief gelaufen in Stella? Oder reagiert die Kritik hysterisch?
Ich habe Stella mit meiner Schriftstellerbrille gelesen und bin zu folgenden, natürlich rein subjektiven Erkenntnissen gekommen:
Takis Würger ist ein sehr seltenes Kunststück gelungen: Er hat den perfekten Stoff gefunden. Er hat eine unfassbar feinfühlige, knappe Sprache entwickelt. Er hat einen raffinierten Plot und das ideale Setting gefunden. Er hatte Zugang zu den Archiven und hat die Gerichtsakten raffiniert dem Prosatext gegenmontiert. Takis Würger hat viel Zeit in Israel verbracht und offensichtlich viel Hirnschmalz und Herzblut in den Roman investiert. Er hat also alles richtig gemacht. Und trotzdem funktioniert das große Ganze nur bedingt. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas möglich ist, Yann Martel hat ähnliches zu Beginn von "Schiffbruch mit Tiger" beschrieben und ich hielt das damals als grenzdebilden Literaturkniff. Stella zeigt, es ist möglich.
Der Roman beginnt stark. Analog zum "Club" mit einer feinfühligen Kindheitsbeschreibung. Eine Weile hat man sogar das Gefühl, da versucht einer ein Remake seines Erstlings. Alles liest sich gut. Selbst die magischen Elemente. Ein finsterer Mann kommt in das Dorf und verletzt Friedrich so schwer, dass er anschließend farbenblind ist, dafür außergewöhnlich gut riechen kann. Genial, denkt man. Er lässt den Erzähler Schweizer (neutral) und farbenblind (es gibt nur Grauzonen) sein! Chapeau!
Ab der Begegnung mit Tristan kippt der Roman in meinen Augen. Tristan liest sich nun in der Tat wie ein Klischee-SS-Scherge. Schlimmer, die Freundschaft zwischen ihm und Friedrich erscheint mir konstruiert. Ab hier beginnt dieses Gefühl, dass etwas mit der Geschichte nicht mehr passt. Noch schwieriger, ein unbestimmtes Gefühl lässt mich glauben, dass Takis Würger in beide Figuren, in Friedrich und Tristan, Elemente von sich selbst einfließen ließ. Kann man machen, so hat Goethe auch gearbeitet. Aber die Sympathie der beiden zueinander kann ich nicht nachempfinden. Auch, was Stella in Friedrich sieht. Gut, der Erzähler bestätigt diese Frage selbst mehrmals. Und hier stoße ich auf den Punkt, der mir ein schlechtes Gefühl bereitet hat: Ich liebe Takis Würgers verknappenden Schreibstil. Alle, die jubeln, sie hätten das Buch an einem Tag gelesen, können es nicht wirklich gelesen haben. Der Stil fordert ein, wieder und wieder zu lesen, dem Text zwischen den Zeilen nachzusinnen. Doch so gut dies funktioniert, eines funktioniert nicht: An den Schlüsselstellen verzichtet der Erzähler auf das sonst so perfektionierte "Show don't tell". Auf einmal werden Erklärungen abgegeben und Behauptungen aufgestellt, die ich nicht nachvollziehen kann.
Auffällig war auch, dass vieles - wie ironisch schnippische Bemerkungen der Figuren - das beim "Club" im Cambridge-Setting wunderbar funktioniert hat, im Berliner 40er-Jahre Setting befremdlich wirken.
Natürlich frage ich mich als kleiner Autor, ob das Florian Kessler, Isabel Boghdan und all den Literaturvirtuosen, die Takis Würger unterstützen, nicht aufgefallen ist, oder ob ich selbst ein unaufmerksamer Leser war.
Stop, jetzt habe ich mich selbst von den Kritikern hinreißen lassen.
Ob mir Stella gefallen hat? Sicher. Allein, dass durch Stella diese unfassbare Geschichte der Stella Goldstein der jüngeren Generation bekannt gemacht wird, ist ein Verdienst. Die Diskussion, was und wer und wie man über den Holocaust schreiben darf, sowieso.
Stella scheint ein extrem subjektiv empfundenes Lese-vergnügen oder -grauen sein. Deshalb sollte man es durchaus gelesen haben. Vor allem, wenn man die Geschichte der Stella Goldstein noch nicht kannte.


Sonntag, 20. Januar 2019

10 year challenge - Der Jung-Autor B. Straßer

Rückblick auf einen jungen Autor in Traunstein


Die 10 year challenge geht natürlich auch mir total auf den Sack. Warum ich trotzdem mal in meine Archive rein geschaut habe liegt wohl am hoffnungslosen Narzismus und meiner Nostalgiesucht: Wer war ich vor zehn Jahren?
Natürlich war ich damals auch schon ein Autor. Aber ein ganz anderer: Der junge indepentent-Schriftsteller, der die etablierte Kultur der bornierten Kleinstadt anpissen wollte und dachte, seine Bücher seien Groß-Werke eines supertalentierten verkannten Genies.
Hier mein Lebenslauf von damals:

Bernhard Straßer
Geboren in Traunstein wächst er in Kirchanschöring auf. Schulbesuch am Rottmayr Gymnasium Laufen wird nach der 11. Klasse abgebrochen. Es folgt ein einjähriger USA Aufenthalt in Spokane, WA. Anschließend Fachabitur an der FOS in Traunstein. Insgesamt 12 Monate Tätigkeit als Produktionshilfe werden vom Zivildienst an der Jugendherberge Prien unterbrochen. Anschließend drei Jahre Student an der Fachhochschule für Arbeitsverwaltung in Mannheim. Nach erfolgreichem Abschluss als Diplom Verwaltungswirt Umzug nach Rosenheim. Seit 2005 Arbeitsvermittler in Traunstein.
Schreiben:
Mit 16 entdeckt er die Kunst des Schreibens als Ausdrucksform. Erste Experimente mit Kurzgeschichten und Sportberichten. Später freier Mitarbeiter bei den Lokalzeitungen. Später folgen einzelne Gedichte, schreibt weiter vorwiegend Kurzgeschichten. Zuletzt erschienen: „La Bohéme“, „Die Verführung der Bathseba“.

Die aktuellen "Werke":




Freitag, 21. Dezember 2018

Von Leseweisungen, Radiosendungen und Elterntagebüchern

Bernhard Straßers Jahresrückblick 2018


Vortrag aus dem Elterntagebuch beim Bergener Brettl im LadenBergen
Jahr für Jahr blicke ich als Autor zurück und frage mich, ob es der ganze Aufwand als nebenberuflicher Schriftsteller überhaupt wert ist, oder ob außer Lesungen vor drei Fans und vernichtenden Kritiken im Internet mal wieder nix rausgekommen ist.
Tja, wie war 2018 denn so? Top oder Flop?
Begonnen hat es genau so, wie es gerade endet: Mit der Veröffentlichung des Elterntagebuches. Anfang des Jahres waren "Die ersten Jahre" gerade frisch erschienen. Gerade, liegt Band Zwei "Plötzlich zu viert" auf den Verkaufstischen.
100 Jahre Bücherei Kirchanschöring
Wie es sich für einen anständigen Möchtegern-Literat habe ich dieses saulustige Büchlein eher stiefmütterlich behandelt und hoffte, dass die Leute lieber den großen Roman kaufen. Dumm gelaufen: Die Leute wollen aber halt lieber was lustiges lesen. Also musste ich doch auf Promo-Tour für das Elterntagebuch gehen. Und es gab einige wirklich witzige Lesungen. Startschuss war das Bergener Brettlagen, wo ich ein erstes Mal aus dem neuen Buch vor Publikum las. Später folgte noch die traditionelle Lesung im Kindergarten in Lauter und ein doppelseitiges Interview in der "Hallo Nachbar". Und als große Ehre lud mich auch die Bücherei Kirchanschöring ein, zum 100-jährigen Jubiläum der Bücherei aus dem Elterntagebuch zu lesen.
Zwischendurch mäanderte meine völlig unkoordinierte Marketingkampagne durch die Presse: Nach einem wieder wundervollen Zeitungsartikel von Stefan Brunner sorgte im Frühling ein doppelseitiger Bericht in der "Hallo Nachbar" für nicht wenig Publicity.
Treffen der Chiemgau Autoren
Parallel ging auch meine Mini-Karriere als Radiostar weiter. Klar, meinen megapeinlichen Finstermann-Auftritt auf Antenne Bayern aus dem Vorjahr konnte man schwer toppen. Diesmal bewies ich in der zehnteiligen Radiosendung von Flöcki Flockersberger zum Thema Berufswahl, dass ich im Radio noch bayerischer spreche als in echt. Und weil es so schön war, wurde an Halloween noch einmal der Finstermann im Radio wiederholt.
Zwischendurch moderierte ich das Monatstreffen der Chiemgau-Autoren und zusammen mit Meike K. Fehrmann die Leseweisung Traunstein: Zusammen mit straffälligen Jugendlichen lasen wir an drei Durchgängen Auerhaus von Bov Bjerg. Die Reaktionen der Jugendlichen reichten von "Toll" bis "Da gehe ich lieber in den Knast als nochmal mitzumachen".
Im Sommer nahm ich an der Schreibwerkstatt von Uta Grabmüller teil, gewann den FM4 Wortlaut Wettbewerb mal wieder nicht und feierte beim Sommerfest des freien Literaturprojekt München mit Arwed Vogel(s Tochter).
Und weil das nicht langte, crashte ich zusammen mit Susi die Schrobenhausener literarische Sommerakademie und hatten einen legendären Abend mit Norbert Niemann, Ines Bayer & Co.
Gerade als ich dachte, dass die Literaturkarriere endgültig zu Ende ist, flatterte eine Anfrage vom Lichtung-Verlag herein. Über Berge sollte ich also schreiben. Hm. Einen Nachmittag lang sperrte ich mich dort ein, wo keine Berge in der Nähe waren: In München. Dort entstand "Auf dem Zinnkopf". Die Erzählung erschien im Herbst im wundervollen Lichtung-Lesebuch "Berge" von Kristina Pöschl.
Das ganze Jahr war immer wieder vom Thema Yoga bestimmt. Meine Frau machte ihre Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und lange überlegten wir, wie wir unsere Nebentätigkeiten verzahnen können: Yoga für Schriftsteller? Schreiben für Yogis? Letztendlich einigten wir uns, dass ich ihr beim Yoga-Bloggen half und ich die Yoga-Philosophie in so manche Kurzgeschichte einfließen ließ.
Die schönste Lesung des Jahres hatte ich auf der Regio Tour der Wirtschaftsförderung Traunstein: Sie buchten mich für die Station am Güßhübel. Dort las ich beim Knallerhof bei schönstem Sommerwetter und trug an Original-Stätte die Geschichte meiner Ur-Ur-Oma Maria Bruckmüller vor.
Das Jahr endete wie es begann: Mit dem Elterntagebuch. "Das Elterntagebuch - Plötzlich zu viert" wurde vorbereitet und erschien schließlich im Dezember. 
Warum dennoch so ein uneuphorischer Ton? Mein kleines Ziel, den nächsten Roman fertig zu stellen, habe ich ebenso verfehlt wie das große, einen Verlag dafür zu finden. Aber da jammert einer auf hohem Niveau. Denn wenn es nur einen Leser gibt, der diesen Blog-Beitrag bis hierhin gelesen hat, war es die ganze Schreiberei wirklich wert! Und? Wer hat so lange durchgehalten?

Mehr zu Lesen gibt es auf www.chiemgauseiten.de
und - für die Yogis - auf www.yoga-dahoam.com


Mittwoch, 3. Oktober 2018

100 Jahre Bücherei Kirchanschöring

Von einem Jungen der in einer Bücherei groß wurde und Schriftsteller werden wollte


Das alte Pfarrgebäude, in dem sich die Bücherei Kirchanschöring die meiste Zeit ihres Bestehens befand, gibt es längst nicht mehr. Ein alter, stets modrig muffelnder Bau, im Keller finster und im ersten Stock wackelte der Boden, wenn man darauf lief. Und es wurde viel gelaufen, denn oben befand sich der Kindergarten. Im Erdgeschoss waren der ausladende Pfarrsaal und einer der magischsten Orte, die sich ein Kind nur wünschen kann: Die Bücherei!
Mitte der Achtziger Jahre wurde dieser Ort zu meinem zweiten Kinderzimmer. Meine Mama bekam das Amt der Büchereileiterin und da sie meistens keine Kinderbetreuerin hatte - das war sie ja selbst - verbrachten wir Kinder jeden Dienstagnachmittag und Sonntagvormittag in der "Katholischen Pfarrbücherei Kirchanschöring", wie sie damals hieß. Telefonnummer 1474. Eine der Zahlen die sich tief eingebrannt haben.
Während meine Mama entweder am Tisch neben dem Eingang zur Ausleihe saß, oder im provisorischen Bücherei-Büro rechts hinten auf ihrer topmodernen elektronischen Schreibmaschine tippte, saß ich im immerselben Sessel und schmökerte.
Vor den Bücherregalen, die die Wände entlang aufgestellt waren, standen zwei Kästen mit Kinderbüchern: Bilderbücher und Comics. Es gab wohl kein einziges Buch aus diesem Bereich, das ich nicht von Anfang bis zum Schluss durchgeblättert hatte. Bald aber gab ich mich mit den Kinderbüchern nicht mehr zufrieden und ich arbeitete das Bücherregal mit den Sachbüchern, das in den Raum hinein ragte. Lieblingsbuch dort: "Harry Valerien - WM Mexico '86"
Auffällig waren in den anderen Bücherregalen eine ellenlange Reihe roter Bücher mit dem Titel "Edgar Wallace". Auch auf der anderen Seite gab es einige Reihen mit identischen Buchrücken: Die Karl May - Bücher mit den Abenteuern von Winnetou und Old Shatterhand. Und die Reihe "Die drei ???", die ich zu verschlingen begann, sobald ich halbwegs sicher lesen konnte.
Doch bis dahin dauerte es noch eine Weile und ich begnügte mich mit den Asterix-Comics, den Was ist Was - Büchern und mit Hörspielcassetten. Die Bücherei verfügte nämlich auch über eine große Wand voller Cassetten. Am aufregendsten darunter waren Hörspiele wie "Die Nibelungen" mit Siegfried dem Drachentöter oder "Die Odyssee", bei der mich aber nur der Kampf mit dem Zyklopen interessierte.
Meine Mama machte sich ihrerseits gleich daran, die Bücherei zu modernisieren: Als erstes führte sie ein, dass man auch Spiele ausleihen konnte. Das war für uns superpraktisch. Wann immer wir ein neues Spiel entdeckten, baten wir unsere Mama, es für die Bücherei zu besorgen. Dann konnten wir es uns dort ausleihen und spielen, wann immer wir wollten.
An einer weitere Innovation war ich nicht ganz unbeteiligt: Mitte der Neunziger konnte ich meine Mama davon überzeugen, dass das Zeitalter der Cassetten sich dem Ende neigte und die Bücherei ab sofort CDs anschaffen müsste. Da meine Mama meinem Musikgeschmack vertraute, war die erste in der Pfarrbücherei auszuleihende CD ein Album von "Clawfinger". Eine Band, dessen Hip-Hop-Crossover-Metalklänge beim Pfarrer mindestens einen Herzkasperl verursacht haben dürften.
Meine Mama nahm mich auch öfter mit, wenn sie nach München zum Sankt-Michaelsbund zum Bücher-Shopping fuhr. Dort beluden wir einen riesigen Einkaufswagen mit sämtlichen Büchern die uns zusagten. Ich will nicht verneinen, dass meine Buch-Sucht damals ein wenig angefacht wurde und ich noch heute von ähnlichen Buchshopping-Exzessen träume.
Die Bücher mussten in mühevoller Kleinarbeit an unzähligen Abenden von den fleißigen Helfern in Folieneinband eingebunden werden. Auch ich half ab und zu mit, war aber schon damals mit zwei linken Händen gesegnet.
Die neuen Bücher wurden einmal im Jahr auf einer großen Buchausstellung präsentiert.
Ein weiteres Highlight im Bücherei-Jahr war für meine Mama der Büchereifasching. Für uns Kinder eher nicht. Meine Mama war nämlich eine überzeugte Pazifistin und fand, dass Pistolen und Gewehre auf einem Kinderfasching nichts zu suchen hatten. So war der Bücherei-Fasching der einzige Fasching weit und breit, auf dem nicht geschossen werden durfte. Die vielen Cowboys und Polizisten sahen, genau wie ich, in die Röhre. Ein wenig schämten wir uns für unsere Mama, dass sie so einen uncoolen Fasching veranstaltete, machten dann aber ihr zuliebe doch mit, wenn der Geierstanger auf seiner Ziach zum Ententanz aufspielte.
Es hatte aber auch Vorteile, das Kind der Büchereileiterin zu sein. So war ich bei der Rückgabe der Bücher eher schludrig und verlor bald den Überblick, wann ich welches Buch hätte zurückgeben sollen. Jedenfalls war meine Karteikarte nach einigen Jahren voll mit überfälligen Bücher und ich hatte ein mächtig schlechtes Gewissen. Wie meine Mama das mit den verschlampten Büchern noch geregelt hat, weiß ich bis heute nicht. Das eine oder andere befindet sich wohl auch nach vier Umzügen noch in meinem Bücherschrank. Lohnt es sich noch, dieses zurückzugeben?
Als Teenager fand ich die Bücherei von Jahr  zu Jahr uncooler und meine Besuche dort nahmen stetig ab. Gleichzeitig wuchs die Liebe zu den Büchern. Doch weil ich inzwischen gelernt hatte, dass ich mit geliehenen Büchern nicht umgehen kann, begann ich, mir die Bücher selbst zu kaufen.
Vielleicht kann man es auch psychologisch erklären, dass ein Junge, der sein halbes Leben zwischen Büchern saß, die ihm nicht gehörten, irgendwann das Bedürfnis entwickelt, eine eigene Bücherei zu besitzen. So sieht man Haus nämlich inzwischen aus. Wenn ich so weiter mache, habe ich bald genau so viele Bücherregale wie die Bücherei Kirchanschöring Anno 84.
100 Jahre Bücherei Kirchanschöring! Ich freue mich sehr, dass auch ich ein Teil der Feierlichkeiten sein darf. Aus dem kleinen Bücherwurm von damals ist ein kleiner Schriftsteller geworden, der zur 100-Jahr-Feier einige Anekdoten aus seinem "Elterntagebuch" vortragen darf.
Würde mich freuen, wenn Ihr am 13. Oktober bei den Feierlichkeiten vorbeischaut!

Mehr über mich: www.chiemgauseiten.de

Samstag, 29. September 2018

Stimmen aus dem Jenseits

"Stimmen" von Wolfgang Herrndorf ist überraschend lesenswert

Wolfgang Herrndorfs "Stimmen"
Bald ist es soweit, dass Wolfgang Herrndorf, tragisch verstorben 2013, posthum mehr Bücher veröffentlicht hat, als zu Lebzeiten. Als ich hörte, dass ein neues Buch namens "Stimmen" publiziert werden würde, freute ich mich nur so semi darauf. Hatte Herrndorf selbst nicht alles lesenswerte zerstört oder löschen lassen? Beginnt nun auch bei Wolfgang Herrndorf die posthume Verwurstungs-Maschinerie sämtlicher irgendwo im Netz auffindbaren Textfragmente?
Marcus Gärtner und Cornelius Reiber, die Herausgeber, sind glücklicherweise langjährige Weggefährten Herrndorfs, die den "Tschick"-Autor wie wenige kannten und auch großes Interesse daran haben, dessen Erbe in seinem Sinne zu verwalten. 
Sie haben es geschafft: "Stimmen" ist - ähnlich wie "Bilder deiner großen Liebe" ein bewegendes, dicht geschriebenes Stück Literatur ohne das unsere Bücherschränke ein Stück ärmer wären.
Um was es eigentlich geht? Herrndorf-Kenner wissen, dass er selbst in seinem Blog "Arbeit und Struktur" angedeutet hat, dass er an einem "Stimmen"-Roman gearbeitet hatte. Der Roman ist vermutlich vernichtet. Die "Stimmen"-Texte jedoch nicht. 
Stimmen - so hieß Herrndorf im Internet-Forum der "Höflichen Paparazzi", in dem sich Anfang der 2000er das Who is Who der jungen Literaturszene tummelte. 
Wer nun, wie ich, befürchtete, dass das Buch aus gut geschriebenen, aber heute nicht mehr relevanten Anekdoten von Begegnungen mit Prominenten  bestünde, der wird positiv überrascht: Gärtner und Reiber haben Prosa ausgewählt, im typischen-Herrndorf-Sound erzählt, extrem dicht, immer wieder ergreifend und voller liebenswerten Humor. Erzählungen die sich perfekt in die bereits bekannte Herrndorf-Welt fügen. Texte, die auf der schmalen Linie zwischen Autobiographie und Fiktion tänzeln. 
Da wird das Auto, ein Wartburg, von Joachim Lottmann geklaut oder über die ersten großen Lieben reflektiert. 
Die Herrndorf Kritiker, die sich bis heute wundern, warum "Tschick" so gehyped wurde, dürften spätestens mit dieser Veröffentlichung anerkennen, dass Herrndorf ein Autor war, der - so unterschiedlich seine Bücher auch geschrieben waren - einen einzigartigen, unverkennbaren Ton entwickelt hatte. Viele der Texte sind - vermutlich auch aufgrund ihrer Veröffentlichung im Internet - so dicht geschrieben, dass mit wenigen Sätzen und großen Lücken zwischen den Zeilen - ganze Lebensentwürfe beschrieben werden. Das ist große Kunst. Dass die Texte gleichzeitig berührend und unterhaltsam sind, sowieso.
Am spannendsten dürfte für Fans wie mich allerdings das Nachwort von Cornelius Reiber und Marcus Gärtner sein: Darin gestehen sie ein wenig kleinlaut, dass sie also doch den Rechner Herrndorfs nach Juwelen durchforstet haben. Sie argumentieren, dass Wolfgang Herrndorf klar vorgegeben hätte, welche Texte zu löschen seien. Im Umkehrschluss, so argumentieren sie zu unserer großen Erleichterung, könne man alle Texte veröffentlichen, die er nicht explizit zur Löschung freigegeben hat. Und das ist gut so. 
"Stimmen" ist weder Leichenfledderei noch kommerzielle Ausschlachtung. Es ist ein weiteres fehlendes Puzzlestück im Gesamtwerk von Wolfgang Herrndorf und ich bin sehr dankbar, dass ich auch diesen Herbst noch einmal mit Texten von ihm verbringen darf!

Mehr zu Wolfgang Herrndorf:

Das Wolfgang-Herrndorf-Universum:

Vom Maler zum Schriftsteller: